Geschafft !

 

Da steht er nun auf seinem 20-Fuß-Flatrack und wird gerade (hoffentlich) ordentlich verzurrt. Das Verladen an Bord mit dem Kran können wir nicht verfolgen. Ist auch besser so für unsere Nerven, wenn wir das nicht zu sehen kriegen. Ein harter Tag liegt hinter uns. Über sechs Stunden im Hafen herumrennen, Formulare und Unterschriften ohne Ende bewältigen, für die Drogeninspektion El Gordo aus- und wieder einpacken, u.s.w. u.s.w. Danach noch ins Zollamt fahren und anschließend nochmal Manfred, unseren Verschiffungsagenten, treffen und mit ihm klären, was am nächsten Tag noch alles zu tun ist. Drei Tage am Stück hat uns allein in Cartagena El Gordos Verschiffung auf Trab gehalten. Und trotzdem läuft es fast noch schief, nachdem in irgendeinem Büro unser Drogeninspektionfreigabezettel einem spanischen Reisemobil zugeordnet wird und die Spanier, die ihre Verschiffung ohne Agenten durchziehen und keine Ahnung davon haben, das nicht kontrollieren. Unser Auto wird erst einmal gesperrt und Manfred hat noch am Abend im Hafen reichlich um die Ohren, um das wieder hinzubiegen. Das wäre der worst case gewesen. Flüge und Hotelbuchungen in Panama, alles schon erledigt, und dann kommt das Auto nicht rüber..

Aber El Gordo ist auf See. Leider mit Zwischenstop in Turbo, wo noch viel Fracht auf das Schiff wartet. Normalerweise fährt die NEFELI, so heißt der Dampfer, von Manzanilla/Colon in Panama über Turbo in Kolumbien nach Cartagena. Wurde kurzfristig geändert. Nun erst Cartagena, dann Turbo, dann Manzanilla. Dass bedeutet für uns, dass das gesamte Prozedere drei Tage früher beginnt und die Hafengeschichte samt der Drogeninspektion an einem Tag erledigt werden muss. Und das bei gnadenloser Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit. Lange Hose, feste Schuhe, Helm und Warnweste sind im Hafengelände für jeden vorgeschrieben. Sind wir froh, als wir am späten Nachmittag wieder im Apartment aufschlagen und endlich duschen können.

Das gleiche Spiel wird natürlich nochmals in Colon/Panama laufen. Auch dort werden wir die Hilfe eines Verschiffungsagenten in Anspruch nehmen. Hoffentlich läuft alles an einem Tag, denn Colon gilt als eine ausgesprochen gefährliche Stadt, die außer Gefahr und Dreck absolut nix zu bieten hat. Wir haben dort für eine Nacht im Radisson gebucht. Es liegt nur 300 m vom Hafen entfernt. Und wir beabsichtigen, sowie wir El Gordo wieder in die Arme schließen können, auch gleich die Biege zu machen und aus Colon zu verduften.  .

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Uschi (Samstag, 02 April 2016 20:38)

    Hi aus Osten,
    El Gordo schwimmt mal wieder, ich halte beide Daumen, dass alles ab jetzt programmgemäß für euch und euer "Zuhause" läuft. Mir graut auch schon ein bisschen davor, am 27.4. unser "Gespann" im Hamburger Hafen einfach fremden Leuten überlassen zu müssen. ;-( Ganz liebe Grüße von Uschi (von den Oscarlottas

  • #2

    Jürgen & Gabi (Samstag, 02 April 2016 21:04)

    Buenas tardes Uschi,
    ist wirklich ein etwas merkwürdiges Gefühl, wenn man sein rollendes Zuhause im Hafen zurück lässt. In HH läuft das allerdings alles viel weniger kompliziert und unaufgeregter ab. Wir konnten seinerzeit das Ablegen der Grande Gabonne im Hafen von gegenüber ansehen, sind durch HH gebrettert und gerade noch rechtzeitig in Schulau an der Sciffsbegrüßungsanlage angekommen, als die Grande Gabonne an uns auf der Elbe vorbeirauschte. Italiens Nationalhymne wurde gegeben, als wir hinterher schauten ..
    Herzlichen Dank nochmal für die Geburtstagsgrüße. Wir waren fein essen in Centro Historico.
    LG
    Jürgen und Gabi

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