Der neue Hut!

 

Er kann schon wieder lachen. Zum zweiten Mal hat mich innerhalb kurzer Zeit Montezumas Rache erwischt. Mit genau dem gleichen Verlauf wie beim ersten Mal. Ein Tag strammes Fieber, dann sieben Tage heftigen Durchfall. Das schlaucht. Es handelt sich wohl um eine Viruserkrankung. Wir haben uns in die Finca Sommerwind gerettet, ganz im Norden Ecuadors bei Ibarra gelegen und können hier deutschen Komfort genießen. Das ist so wichtig, wenn man richtig krank ist. Aber es ist vorbei! Es geht wieder. Noch drei, vier Tage aufpäppeln, dann wollen wir noch eine zweite Rundtour durch Ecuador unternehmen, die wir u.a. mit ein paar Tagen am Kokospalmenstrand garnieren wollen. Meine letzten Kräfte raubte dann noch unsere Hausbank, eine der beiden großen in D. 15.000 Kreditkarten von mehr als einer Million wurden gegen neue Karten getauscht, weil irgendwelche Cybergangster sich an sensiblen Daten zu schaffen gemacht haben. Und meine war beim Tausch natürlich dabei. Eine neue lag bereits zuhause im Briefkasten. Nur ist der mehr als 10.000 km entfernt. Mal wieder eine kleine Aufgabe, die gelöst werden will. Aber besser so, als wenn unsere Kröten auf unbekannten Wegen davonwandern.

 

Aus besagten Gründen gibts nicht sehr viel Neues zu berichten. Nach tollen Landschaften, u.a. am derzeit aktiven Vulkan Cotopaxi, hatten wir uns in Quito (> 3 Mio. Einwohner) verfranst, nachdem man uns auf dem Parkplatz des bei den Reisenden allgemein bekannten, aber jetzt ausgebuchten Hostals Terra, nicht aufnehmen konnte oder wollte. Es war inzwischen dunkel geworden, die riesige Stadt uns völlig unbekannt und die Torbögen anderer Hostals hatten allesamt eine zu geringe Durchfahrtshöhe für uns. Also raus aus der Stadt nach Norden, Richtung Ibarra. In völliger Dunkelheit bei mörderischem Verkehr ungetauft über den Äquartor rüber und in ein gutes Landhotel gerettet, und zu essen gab es auch noch etwas. Ecuadorianer essen gewöhnlich mittags warm, deshalb war es schon ungewöhnlich, in der Provinz abends um 21:00 h noch eine leckerer Forelle serviert zu bekommen. Wir haben beschlossen, in der Finca Sommerwind eine Reisepause einzulegen. Von Montezumas erneuter Rache hatte ich da noch keine Ahnung. Insofern passte das alles schon ganz gut..

Inzwischen haben ein Angebot für die Verschiffung El Gordos nach Mittel-oder Nordamerika vorliegen. Von Süd nach Nord sieht das Angebot eher mau aus. Darüber werde ich im nächsten Bericht schreiben. Und es scheint wohl so zu sein, dass unser Reiseverlauf etwas anders verlaufen wird, als ursprünglich geplant, da eigentlich alle Reisenden, die mit denen wir gesprochen haben und die von Nord nach Süd unterwegs waren, von Mittelamerika nicht so angetan waren. Schwierige Grenzübergänge (keine wirkliches Problem), schwüle Hitze und Moskitos ohne Ende (schon sehr viel bedeutsamer für uns, zumal uns hier in Ecuador selbige schon schwer zu schaffen machen) und eine nicht zu unterschätzende Kriminalität in einigen zentralamerikanischen Ländern.

 

In den nächsten Tagen gibts dann auch noch ein paar neue Bilder zu sehen.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

Wir sind hier