Zwar etwas spät, wünschen wir natürlich trotzdem allen ein gutes neues Jahr 2016. Warum so spät? 

 

Aktuell stehen wir in Riobamba, dicht am berühmten Vulkan Chimborazo und hoffen, dass wir ihn bald mal in Augenschein nehmen können, wenn die Wolken endlich weg sind. 

 

Was war los bei uns? Nach Sylvester, das wir am Palmenstrand bei Zorritos (30 km vor der Grenze nach Ecuador) in sehr angenehmer Gesellschaft beim BBQ verbringen konnten, machten wir uns auf den Weg nach Puyango in Ecuador gelegen. Dort gibt's den Petrified Forest (versteinerte Baumstämme) zu sehen und üble, fiese, winzige, schwarze, stechende Scheißfliegen zu spüren. Auf dem Weg dorthin geht's immer die Berge rauf und runter (wie fast überall in Ecuador). Da wir bisher auf unserer Reise 4 x gezwungen waren, die Kupplung des Navaras extrem (über)zubeanspruchen, machte sich nun ein zunächst ganz zartes aber unmissverständliches Rutschen der Kupplung gelegentlich bemerkbar. So etwas darf man auf keinen Fall ignorieren, auch wenn man das gerne möchte. Auf den nächsten 250 km nach Vilcabamba war es nicht mehr zu verdrängen. Zwar noch gut in Vilcabamba angekommen, war klar, dass die Kupplung getauscht werden muss. Samstag in Vicabamba angekommen, Sonntag eine Mail an Jürgen Storkan (unsere Nissanwerkstatt in Haßfurt) geschickt, mit der Frage, was zu tun ist, welche Teile wir brauchen und wie lange die Reparatur dauern sollte. Montag Antwort von Jürgen. Die Teilenummern hatten wir. Dienstag in den Ort und den uns von den deutschen Betreibern der wunderschönen Anlage, wo wir standen, empfohlenen besten Mecanico Vilcabambas aufgesucht und einen Termin für Donnerstag vereinbart. Mittwoch mit dem Taxi in das ca. 40 km entfernt gelegene Loja zu Nissan (hatten wir bei der Durchfahrt zuvor zufällig gesehen), und man hatte dort die Druckplatte, die Mitnehmerscheibe und das Ausrücklager allesamt passend im Lager. Was für ein Schwein!! Am Donnerstag um 8:00 h zum Mecanico, um 14:00 h war, wie angesagt, alles ausgetauscht und funzt wieder bestens. Sechs Stunden Arbeit, wie von Jürgen Storkan beschrieben. Teile = 714 US$, Lohn 150 US$, macht zusammen 864 US$. Hätte in D. deutlich mehr gekostet. Waren wir happy, zumal viele Reisende, die Ersatzteile aus D. brauchen, häufig 6 Wochen und länger auf ihre Pakete warten müssen. Liegt am Zoll in Ecuador. Und in Peru ist das noch schlimmer. Hartmut war z.B. eben mal nach D. geflogen, um dort neue Dieseleinspritzdüsen für seinen Toyota Hilux einzukaufen und ist mit den Dingern in der “Hosentasche” dann wieder zurück nach Cusco. Hardcore.
Am Freitag konnten wir also weiterfahren nach Cuenca, der Panamahut-Hauptstadt, wo ich mir auch ein solches schickes Exemplar zugelegt habe. Jetzt stehen wir in Riobamba, mitten in der Stadt sicher in einem wunderschönen kleinen Garten vor einer kleinen älteren Villa. Mit gutem WiFi, dass wir vorher in Cuenca nicht hatten. Das Klima ist in Ecuador zumindestens in der Höhe (zwischen 2.000 und 3.000 m) recht angenehm, tagsüber 20° bis 25 °, nachts um die 15 °, also ideal. Und schwül ist es auch nicht. Nur direkt in der Sonne stehen, geht gar nicht. Die steht hier senkrecht am Himmel und brezelt so richtig. Da ist so ein Sombrero eine feine Sache. 😊

 

 

 

 

 

 

 

Unsere Route ab Neujahr 2016 

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Almut (Mittwoch, 13 Januar 2016 21:14)

    Und wo ist das Foto vom "Mann mit Hut"? Vergesst nicht, Richtung Macas abzubiegen - es sei denn, es regnet in Strömen, dann seht ihr genauso viel wie wir...Lieben Gruss, Almut

Wir sind hier