Es tut uns wahnsinnig leid, Euch mit einer sehr schlechten Nachricht informieren zu müssen.

Gestern waren wir auf der Penisula Valdes auf einer an sich guten Schotterpiste unterwegs, als wir in ein Gewitter gerieten. Zwar nur am Rande, mussten aber doch auf der völlig aufgeweichten und glatten (wie Schmierseife) fahren. Ca. 40 kmh waren wohl schon zu schnell. Mein Fehler. Plötzlich ist das Heck rechts ausgebrochen, bis das Auto quer zur Straße kam und anschließend seitlich umkippte. Wir sind gottlob unverletzt geblieben und uns wurde wirklich schnell geholfen, aus dem Auto rauszukommen. Polizei und Feuerwehr haben das Auto wieder aufgerichtet. Wir konnten sogar mit eigener Kraft nach Puerto Piramides Fahren. Die Schäden an der Kabine sind allerdings gravierend, im Inneren ist fast nichts heile geblieben und außen gibt es einen tiefen ca. 10 cm langen Riss im GFK hinten oben rechts. Die Tür hat sich rechts um ca. 5 cm angehoben. Und auch der Nissan hat einiges abgekriegt.

Momentan gehen wir eher davon aus, dass wir die Reise beenden und die Rückverschiffung in die Wege leiten müssen. Wir werden natürlich morgen oder übermorgen ganz vorsichtig in das 100 km entfernte Puerto Madryn (70.000 Einwohner) fahren und die Möglichkeiten einer Reparatur checken. Wir brauchen zwei Werkstätten. Eine für den Nissan und eine für die Kabine. Das wird mindestens 4 bis 6 Wochen Zeit in Anspruch nehmen, falls es überhaupt dort geht. Wir stehen immer noch ziemlich unter Schock und sind zutiefst traurig, weil unser Traum wohl geplatzt zu sein scheint.

Wenn wir mehr wissen, werden wir uns wieder melden. Bis dahin habt bitte Geduld.

Liebe traurige Grüße senden

Jürgen und Gabi

 

 

 

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Kommentare: 8
  • #1

    Oliver (Mittwoch, 29 Oktober 2014 16:09)

    Hallo Ihr Beiden,
    erst einmal ist wichtig, dass euch nichts passiert ist.
    Die Schäden am Wagen und an der Kabine lassen sich in Puerto Madryn sicher beheben. Die Argentinier sind bei solchen Dingen sehr erfinderisch.

    Ich drücke euch alle Daumen
    Oliver

  • #2

    Carina (Mittwoch, 29 Oktober 2014 17:04)

    Oh Mann, das hört sich ja nicht gut an. Gott sei Dank seid ihr unverletzt!!! Ich gebe aber Oliver Recht, wenn er sagt, dass die Argentinier erfinderisch sind. Ihr braucht allerdings Geduld und wahrscheinlich auch Geld. Aber gebt nicht gleich euren Traum auf - dafür ist er zu kostbar. Ihr schafft das!!! Auf dem Campingplatz in Puerto Madryn sind jede Menge einheimischer Camper, die vielleicht auch Ideen haben und Kontakte vermitteln können.
    Bin in Gedanken bei euch
    Carina

  • #3

    Holger (Mittwoch, 29 Oktober 2014 21:57)

    Oh, jeh, das ist aber heftig1
    Na ich drücke euch die Daumen, dass eine Repartur vor Ort möglich ist! Auch wenn es ein paar $$ mehr kostet, immer noch besser als 2x zu verschiffen. Aber begutachtet erst mal genau was so alles wieviel ab bekommen hat und überlegt dann weiter.

  • #4

    Jürgen und Gabi (Mittwoch, 29 Oktober 2014 22:09)

    Vielen Dank für Eure tröstenden Zeilen. Am Samstag wissen wir hoffentlich mehr. Dann haben wir einen Termin bei Nissan. Wir sind aber immer noch ziemlich traumatisiert.

  • #5

    Marion (Donnerstag, 30 Oktober 2014 07:30)

    Wir kennen uns zwar nicht, aber ich bin eine virtuelle Begleiterin Eurer tollen Tour! Ich bin ganz erschrocken, das hier zu lesen. Aber ich bin auch froh, dass Euch außer des Schocks nichts weiter passiert ist. So unerschrocken wie Ihr Beide seid, denke ich, Ihr werdet das wieder hin kriegen. Ich fiebere mit Euch mit und drück alle Daumen und Hühneraugen für eine preiswerte und zügige Reparatur, so dass ich bald wieder Eure „Begleiterin“ sein kann!
    Nicht unter kriegen lassen.
    Herzliche Grüße Marion

  • #6

    Marita und Dirk (Donnerstag, 30 Oktober 2014 12:59)

    Hallo Gabi und Jürgen,
    da sind auch wir geschockt, aber sehr froh, dass Ihr unverletzt geblieben seid. Wir drücken Euch die Daumen, dass eine Reparatur vor Ort möglich ist und Ihr Eure Tour wie geplant weiterfahren könnt. Meistens sieht alles zunächst schlimmer aus als es ist. Während der Reparaturzeit habt Ihr Muße Euch von dem Schock zu erholen, die Gegend dort genauer kennenzulernen und Kraft für die Weiterreise zu sammeln. Der Zeitfaktor dürfte doch nicht die Rolle spielen.
    Wir denken an Euch
    Marita und Dirk

  • #7

    Ralf (Donnerstag, 30 Oktober 2014 18:58)

    Uff, das sind echt miese Nachrichten. Aber ich bin zugleich froh, dass ihr trotz des Unfalls heil und gesund geblieben seid.

    Wir drücken die Daumen. Viele Grüße auch von Jeannette. Wir sind in Gedanken bei euch. Besonders geschockt hat mich eure Bemerkung, dass ihr derzeit eher davon ausgeht, dass ihr die Reise beenden und die Rückverschiffung in die Wege leiten müsst.

    Seid ihr bereit für einen kleinen Aufbautext? Ich hoffe, ihr verzeiht ihn mir.

    Kopf hoch – ihr werdet das schaffen!

    Seit nicht zu traurig über das, was passiert ist. Es lässt sich sowieso nicht mehr ändern, liegt in der Vergangenheit und - wer weiß, wozu es gut war.

    Wenn es vielleicht 4-6 Wochen dauert, bis ihr eure Kombi wieder fahrbereit habt, dann dauert es eben so lange. Ihr habt drei Jahre Reisezeit, das sind 156 Wochen. 6 Wochen sind davon sind nicht einmal 4 Prozent.

    Flickt die Karre zusammen, so gut es geht und weiter geht´s!

    Wenn innen alles kaputt ist in der Kabine, repariert eben nur das Allernötigste, seht zu, dass ihr die Kabine von außen dicht kriegt - das ist das wichtigste, säbelt hier ein Stück von der Tür ab und flickt dort ein Stück an die Tür dran, passt das Ding an die „neu entstandene“ Türrahmenform an, muss nicht schön aussehen, sondern nur regendicht sein und weiter geht´s.

    Andere fahren mit Zelt und Pkw durch Südamerika – eure Voraussetzungen sind auch mit einer beschädigten Kabine und arg reduzierter Kabinenausstattung noch um Lichtjahre besser, als die von einfachen Zeltern. Ihr habt immer noch eine feste Kabinenhülle, ein festes Dach überm Kopf. Ihr seid doch einigermaßen handwerklich begabt und könnt improvisieren. Ihr seid doch alte Camper!

    Wenn die Gasanlage in der Kabine vielleicht nicht mehr geht, legt sie still. Kauft euch einen Coleman-Zweiflamm-Benzinkocher (oder auch einen kleinen Gaskoscher, den ihr direkt an eure Gasflasche anschließt) und setzt eure Reise fort. Euer Pop-up-Grill ist auch noch da.

    Wenn der Kühlschrank nicht mehr auf Gas läuft - verzichtet auf ihn. Wer braucht einen Kühlschrank? Dann gibt es mehr Dosenfutter und Nudeln.

    Kauft ab und zu Eiswürfel oder Eisblöcke und kühlt damit in Kühlschrankgehäuse (wie es die Trucker in ihren Lkws machen), wenn ihr etwas unbedingt kühlen müsst, aber es geht auch ohne – werdet ihr sehen!

    Gasheizung? Vielleicht auch kaputt? Wer braucht eine Gasheizung, wenn es Decken, Schlafsäcke und Pullover gibt? Organisiert euch eure Reiseroute notfalls neu und so, dass ihr keine Minusgrade zu erwarten habt.

    Wassertank kaputt? Schmeißt ihn raus und kauft euch Kanister.

    Wenn die Elektrik in der Kabine nicht mehr geht, nehmt ihr ein paar Taschenlampen. Im Zelt gibt es auch keine 12 Volt und Generationen vor uns haben im Zelt glücklich und zufrieden Urlaub gemacht.

    Hört in euch hinein, was ihr wollt. Es ist euer Traum – drei Jahre Panamericana!
    Werft ihn nicht einfach weg. Fahrt nicht zurück nach Hause! Kämpft für euren Traum!

    Ihr werdet lachen und weinen, zwischendurch verzweifelt sein und beim Reparieren des Nissan und eurer Kabine Rückschläge und Hindernisse ebenso wie unerwartete Glücksfälle erleben, aber am Ende werdet ihr wieder eine Kombi haben, die einigermaßen eure Grundbedürfnisse erfüllt, sodass es weitergehen kann.

    Denkt nicht, ihr habt keine Wahl. Wenn ihr es wirklich wollt, könnt und werdet ihr es schaffen!

    Viele Grüße (auch von Jeannette) aus dem kühlen und regnerischen Magdeburg und daumendrück,

    Ralf

  • #8

    Claudia und Uwe (Freitag, 31 Oktober 2014 13:26)

    Hallo Gabi und Jürgen,

    tut uns echt leid, eure Geschichte. Trotzdem - der Ralf hat den Nagel auf den Kopf getroffen!! Laßt es euch nicht kaputt machen. Die 3 Jahre werden noch super. Die Reparatur wird ziemlich sicher leichter und womöglich sogar billiger, als ihr denkt. Unsere Erfahrung ist, es lösen sich immer alle Probleme viel viel einfacher, als man am Anfang befürchtet.

    Wir können euch nur sagen, diese Reise ist das Beste, was wir bisher erlebt haben. Hört auf Ralf (super Eintrag Ralf!!) - und gebt nicht auf.

    Wir freuen uns schon, euch irgendwo zu treffen!
    Dann quatschen wir über die Geschichte mit dem Unfall und der Reparatur, trinken einen drauf und geniessen gemeinsam diese tolle Reise!

    Wir sind gerade bei den Thermen von Arapey in Uruguay und machen uns in ein paar Tagen in langsamen Tempo auf den Weg Richtung Ushuaia.

    muchos saludos de Uruguay
    Claudia und Uwe

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