Unser Reisealltag ..

Die ersten 250 km von bis heute 2.250 km seit Iguazu.
Die ersten 250 km von bis heute 2.250 km seit Iguazu.

 

.. gestaltet sich derzeit so: (speziell für Ralf ;-)

 

Relativ früh aufstehen, in der Regel ein eher kleines Frühstück und los gehts. 10 bis 14 Stunden unterwegs, unterbrochen von Tankpausen, PP-Pausen, Mittagessen, Geld besorgen, Supermarkt finden, Stellplatzsuche (kann schon mal locker zwei Stunden dauern), Abendessen (meistens nicht selber kochen), Bierchen und ab in die Heia. Das ist Reisen, kein Urlaub.

Nach einer entspannten Woche in Iguazu mit ausgesprochen netten Leuten, wird es plötzlich nachts unerträglich im El Gordo. Alle Fenster und Luken sind sperrangelweit geöffnet. Sicherheitsbedenken keine. Aber die Luftfeuchtigkeit ist erheblich angestiegen und abends null Wind. Erst dann gehts nicht mehr, im El Gordo zu schlafen. Sonst ist es ok. Dazu kommen unzählige Insektenstiche, z.B. von winzig kleinen Fliegen, denen man das nicht zugetraut hätte. Die jucken wie verrückt und das tagelang. Wir wollen also nach Süden. Bis in die Küstenregion deutlich südlich von Buenos Aires sind es mehr als 3.000 km.

Die Provinz Entre Rios umfahren wir, wegen der korrupten Polizei, die nur auf solche wie uns wartet.

Das bedeutet aber, fast 3.000 km durch reines Farmland, nahezu ohne jegliche touristische Infrastruktur.

Die Städte unterwegs orientieren sich an landwirtschaftlichen Bedürfnissen, nicht an unseren. Und da muss man sich durchbeißen. Das macht gar keinen Spaß, zumal auch hier ständig Polizeikontrollen anstehen. Wir haben aber Glück und bekamen gestern sogar noch den Tanketipp. Unter Betrachtung des Lochs war das kein wirklich guter Tipp.

Generell versuchen wir uns möglichst selber zu versorgen. Das geht von Dosenfutter, über Pasta und frisches Gemüse (manchmal schwierig zu ergattern) bis zum Pop-Up-Grill, der super funzt.

Flexibilität ist also angesagt, schon ein wenig mehr als in Europa. Das war uns aber klar, und wir kommen zurecht. Nur Gabis Sturzpech reicht so langsam. Sie muss erst einmal wieder aufgebaut werden. Und das ist ja auch ein Kopfding. Drückt mal die Daumen, dass es ihr bald besser geht.

 

 

Die restlichen sahen dann so aus, aber alle 2.000 km.
Die restlichen sahen dann so aus, aber alle 2.000 km.

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Kommentare: 2
  • #1

    Ralf (Dienstag, 21 Oktober 2014 18:34)

    Danke für diese prompte Schilderung eures Reisealltags! Das ging ja ruck-zuck!

    Wie geht es Gabi? Wenn es nicht besser wird, solltet ihr es vielleicht mal röntgen oder auf eine Muskel- oder Sehnenverletzung untersuchen lassen. Wie sieht es denn mit der ärztlichen Versorgung aus, da, wo ihr gerade seid? Nur Tierärzte?

    Viele Grüße und gute Besserung!

  • #2

    Oliver (Mittwoch, 22 Oktober 2014 12:22)

    Ich hoffe, dass es Gabi wieder besser geht.
    Die langen Strecken in Argentinien bieten auch wirklich keine Abwechselung. Mit einem guten Hörbuch kann man sie aber ignorieren :-)

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