Truckerleben in Brasilien

Wieder nur kurz, da wir zwar gutes WiFi haben, die Umstände aber alles andere als optimal sind. Der Küste soll das eher schlechte Wetter erhalten bleiben. So haben wir uns entschieden, über das Barockstädtchen Ouro Preto und die 3,5 Millionenstadt Belo Horizonte ins Pantanal zu fahren. Das größte zusammenhängende Sumpfgebiet der Erde mit seiner einzigartigen Flora und Fauna. Ca. 2.300 km Strecke warten auf uns. Unterwegs gibts nur wenig zu entdecken. Also fahren wir zügig durch. Das sieht dann so aus. Acht bis zehn Stunden fahren, eine Posto (Raststätte, wo u.a. die Trucker nächtigen) finden, essen, ein/zwei Bierchen trinken und runterkommen. El Gordo macht sich gut zwischen den Riesentrucks. Dann schlafen, früh aufstehen, frühstücken und weiter gehts. Das Wetter spielt verrückt. Normalerweise sollen im Pantanal im Frühling so um die 25° vorherrschen, für uns also optimal. Tatsächlich haben wir aber Temperaturen zwischen 37° und sogar 39 ° C, null Wind und drückende Schwüle. Es ist kaum auszuhalten. Auch ist die vom Reiseführer als Tipp gehandelte Ranch gerade zu. Eigentlich wollten wir hier etwas länger bleiben. Telefonisch können wir den Besitzer, ein Indigeno, der mit einer Schweizerin verheiratet ist, erreichen. Marcello ist sehr sehr nett und hilfsbereit. Wir stehen vor seinem Stadthaus auf der Straße, können bei ihm duschen, haben gutes WiFi und wissen nicht, wie wir schlafen sollen, bei dieser Hitze. Da er heute Geburtstag hat, werden wir von ihm zu einem kleinen Assado und ein paar Bier eingeladen. Anschließend lauschen wir in unserem Schwitzkasten den in der Nachbarschaft im TV laufenden Telenovelas und erfreuen uns am Hundegebell.

Morgen fahren wir in das Pantanal hinein und wollen mal sehen, was wir so entdecken können.

Erst an den Iguazu-Wasserfällen werden wir wohl so wohnen, dass wir unsere Seite wieder auf Vordermann bringen, mal wieder Wäsche waschen und einige Reparaturen erledigen können.

Übrigens leisten die von Oliver und Carina empfohlenen Ohrenstöpsel hervorragende Dienste. Trotz des ständigen sehr lauten Kommens und Gehens der Trucks auf den Postos konnten wir gut schlafen.

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